BLACK NEON ist der Titel des Films, den der Regisseur
Jacques Seltzer zwar lange angekündigt, aber nie realisiert hat. Mit seinem
Debütfilms „Dead Flowers“ hat er sich
einen gewissen Kultstatus erarbeitet, liefert
aber außer ein paar Bildbänden mit Fotografien abgewrackter Leute auf
künstlerischem Gebiet nichts mehr nach. Irgendwann gibt er dem Drängen seines Agenten Gibby nach: Er stimmt zu, für die Gesellschaft des Hollywood-Moguls Kenny
Azura doch noch BLACK NEON zu drehen. Aber er will das dreckige Hollywood filmen und
darum sucht er zu Recherchezwecken nach jemandem, der ihm das Leben jenseits
des schönen Scheins zeigt, die Junkies, die Huren und die anderen kaputten
Gestalten, die es dort gibt. Und da kommt Randal Earnest ins Spiel, einer der
Protagonisten aus O’Neills Vorgängerwerk SICK CITY. Er versucht zwar gerade
clean zu werden, kennt sich aber in der Drogenszene L.A.s noch bestens aus und
ist durch familiäre Banden mit dem Filmbusiness verwoben. Er soll sich um
Seltzer kümmern.
Parallel dazu wird die Geschichte von Lupita und Genesis
erzählt. Sie lernen sich kennen, als Lupita einen Dealer von Genesis erschießt.
Bei den darauffolgenden Road-Movie-artigen Episoden ihrer Fahrt von Reno nach
L.A werden die beiden ein Liebespaar, rauben Apothekenaus, hinterlassen noch mehr
Leichen und vollführen obskure Santéria-Rituale. Gegen Ende des Romans laufen die beiden Erzählstränge natürlich ineinander. Dazu kommen noch die Erlebnisse
des anderen Protagonisten aus Sick City, Jeffrey, dessen Wege sich auch mit denen Seltzers kreuzen.





